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RUNDBRIEF Nr. 04

30.03.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

vielen Dank für Ihr fortlaufendes Interesse an unserem AöW-Rundbrief. Auch in dieser Ausgabe erhalten Sie einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Wasserwirtschaft.

Wir möchten Sie an die bevorstehende Jahresveranstaltung der AöW am 20. April 2026 in Berlin erinnern und Sie hierzu herzlich einladen.

Ein besonderer Hinweis gilt zudem dem Aufruf des Bundesumweltministeriums zur Mitwirkung der Nationalen Wasserstrategie mit der Möglichkeit Praxisbeispiele einzubringen.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre und einen angenehmen Start in den Frühling.

Ihr Team der AöW-Geschäftsstelle
Dr. Durmus Ünlü, Leonie Spahr und Anja Kutzsch

AöW-Jahresveranstaltung am 20. April 2026 in Berlin

AöW-Jahresveranstaltung am 20. April 2026 in Berlin
Wasser ist eine zentrale Zukunftsressource. Klimawandel, zunehmende Extremwetterereignisse und steigende Anforderungen an Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung setzen die Systeme der öffentlichen Wasserwirtschaft zunehmend unter Druck und machen ihre Weiterentwicklung notwendig.

Vor diesem Hintergrund lädt die AöW am 20. April 2026 in Berlin zur Jahresveranstaltung „Investitionen in die Wasserwirtschaft: Zukunft sichern in Zeiten von Wandel und steigenden Anforderungen“ ein, bei der Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Praxis und Politik aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze diskutieren.

Mehr erfahren | Anmeldung

Bundesrat: Keine Absage an Herstellerverantwortung

Die AöW hat ihre Stellungnahme zum Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinien 2008/98/EG, 2010/75/EU, (EU) 2015/2193 und (EU) 2024/1785 im Hinblick auf die Vereinfachung bestimmter Anforderungen und die Verringerung des Verwaltungsaufwands veröffentlicht.

Gegenstand der Stellungnahme waren Beschlussempfehlungen des Wirtschaftsausschusses im Bundesrat (BR-Drs. 62/1/26), insbesondere wurde darin die Herstellerverantwortung im Zusammenhang mit der kommunalen Abwasserrichtlinie kritisiert. Der Bundesrat hat nun in seiner Sitzung am 27. März 2026 sämtliche Beschlussempfehlungen zur Kritik an der Einführung einer Herstellerverantwortung nicht angenommen.

Quelle und weitere Informationen:
Die Stellungnahme der AöW steht hier zum Download bereit.
Bundestag/Bundesrat, Verfahrensgang

Bündnis im Forum Umwelt und Entwicklung: Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung geschlechtergerecht umsetzen

Zum diesjährigen Weltwassertag unter dem Motto „Water and Gender“ hat sich die AöW an einer gemeinsamen Pressemitteilung des Forums Umwelt und Entwicklung/ AG Wasser beteiligt. Gemeinsam mit unter anderem Partnern aus der Entwicklungszusammenarbeit wird darin die Bedeutung des Menschenrechts auf Wasser hervorgehoben und die internationale Dimension des Themas „Water and Gender“ betont. Ziel ist es, auf die globalen Herausforderungen im Bereich Wasser und Geschlechtergerechtigkeit aufmerksam zu machen.
Gemeinsame Pressemitteilung zum Weltwassertag 2026

Bundesumweltministerium ruft zur Mitwirkung an Wasserstrategie auf: Evaluation und Praxisbeispiele

Anlässlich des Weltwassertages hat das Bundesumweltministerium zur Mitwirkung an der Evaluation der Nationalen Wasserstrategie aufgerufen. Wie das Ministerium mitteilte, können Verbände, Kommunen und Unternehmen bis zum 4. Mai 2026 Praxisbeispiele einreichen und Einschätzungen zur Umsetzung abgeben. Ziel ist es, Erfahrungen aus der Praxis systematisch zu erfassen und die Weiterentwicklung der Strategie zu unterstützen.

Im Mittelpunkt steht auch die Sammlung konkreter Projekte, die auf einer Online-Plattform veröffentlicht und in einer Projektkarte sichtbar gemacht werden sollen. Parallel dazu wird eine kurze Befragung zur Bewertung der bisherigen Maßnahmen durchgeführt, deren Bearbeitung rund 10 bis 15 Minuten in Anspruch nehmen soll.

Quelle und weitere Informationen [Extern]:
BMUKN, Beteiligung zur Nationalen Wasserstrategie

Öffentliche Konsultation zu PFAS-Beschränkung gestartet

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) treibt die Bewertung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) weiter voran und hat eine öffentliche Konsultation zur Stellungnahme ihres Ausschusses für sozioökonomische Analyse (SEAC) gestartet. Wie aus Angaben der Behörde hervorgeht, soll die Konsultation bis zum 26.05.2026 laufen.

Die Bewertung ist Teil eines umfassenden Beschränkungsverfahrens, das auf einen weitgehenden Einsatzstopp von PFAS in der EU abzielt. Der zugrundeliegende Vorschlag wurde 2023 von mehreren Mitgliedstaaten eingereicht und wird seitdem durch die ECHA-Gremien wissenschaftlich geprüft.

Laut ECHA soll die Konsultation es ermöglichen, zusätzliche Informationen zu sozioökonomischen Auswirkungen, Anwendungen und Alternativen einzubringen. Die eingereichten Beiträge werden demnach in die finale Stellungnahme einfließen, bevor die Europäische Kommission über mögliche Regulierungsmaßnahmen entscheidet.

Quelle [Externer Link]:
ECHA, Meldung vom 25.03.2026

EU-Kommission startet Konsultation zur Wasserrahmenrichtlinie

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation zur gezielten Überarbeitung der EU-Wassergesetzgebung gestartet, die bis zum 14. April 2026 läuft. Ziel sei es, insbesondere die Wasserrahmenrichtlinie anzupassen, um deren Beitrag zur Wasserresilienz zu sichern und zugleich die strategische Autonomie der EU bei kritischen Rohstoffen zu stärken. Im Rahmen eines „Call for Evidence“ können Interessenträger Rückmeldungen einreichen.

Die Konsultation ist Teil der im REPowerEU- bzw. Rohstoffkontext angekündigten Maßnahmen. Im Fokus stehen laut EU-Kommission mögliche Zielkonflikte zwischen Gewässerschutz und dem Ausbau von Projekten entlang der Wertschöpfungskette kritischer Rohstoffe. Unternehmen, Behörden und weitere Akteure seien aufgerufen, konkrete Hinweise zu geben, inwiefern bestehende Vorgaben Investitionen oder Genehmigungen erschweren.

Zudem würden Informationen zu Umweltauswirkungen entsprechender Projekte sowie zu möglichen Minderungsmaßnahmen erbeten, wie die Kommission mitteilte.

Quelle und weitere Informationen [Extern]:
EU-Kommission, Meldung vom 17.03.2026

Blue Community Network fordert Verankerung des Menschenrechts auf Wasser in nationalen Verfassungen

Das Netzwerk „Blue Community Network“ hat im Vorfeld der internationalen UN-Wasserkonferenz 2026 (2.–4. Dezember) sowie des UN-Menschenrechtstages (10. Dezember) einen globalen Aufruf zur Stärkung des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung gestartet. Ziel ist es demnach, dieses Recht weltweit in nationalen Verfassungen zu verankern und rechtlich durchsetzbar zu machen. Die Kampagne wurde rund um den Weltwassertag 2026 initiiert und soll bis zur UN-Wasserkonferenz im Dezember fortgeführt werden.

Hintergrund ist laut des Netzwerks, dass das bereits 2010 von den Vereinten Nationen anerkannte Recht vielfach nicht ausreichend umgesetzt ist. Durch eine Verankerung auf Verfassungsebene könne eine verbindlichere Grundlage für Politik und Rechtsprechung geschaffen werden.

Die Organisatoren erklärten, zahlreiche Organisationen hätten sich bereits angeschlossen. Der Aufruf richte sich insbesondere an staatliche Institutionen, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure, um die Umsetzung und Kontrolle entsprechender Maßnahmen zu stärken.

Quelle und weitere Informationen [Extern]:
Blue Community Network, Global Call HRWatSan2026
Blue Community Network, Über den globalen Aufruf HRWatSan2026

Bodenschutz-Kommission legt Position zum Landschaftswasserhaushalt vor

Die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt hat eine gemeinsame Position zur Stärkung des Landschaftswasserhaushalts vorgelegt. Darin wird ausgeführt, dass angesichts zunehmender Trockenphasen und veränderter Niederschlagsverteilungen ein grundlegendes Umdenken im Umgang mit Wasser in der Fläche erforderlich ist. Ziel müsse es sein, Wasser länger in Böden und Landschaften zu halten, Abflüsse zu verringern und natürliche Speicherfunktionen zu stärken.

Als zentrale Ansätze werden laut dem Positionspapier unter anderem eine angepasste Landnutzung, verstärkter Niederschlagsrückhalt sowie die Renaturierung von Gewässern und Feuchtgebieten genannt. Die Kommission erklärte, bestehende Strategien müssten stärker verzahnt und konsequent umgesetzt werden, um den Wasserhaushalt langfristig zu stabilisieren.

Quelle und weitere Informationen [Extern]:
UBA, Position: Effektiver Landschaftswasserhaushalt, März 2026

Leseempfehlung: Blogbeitrag über die TV-Produktion zur Wasserprivatisierung in England

Ein Blogbeitrag auf „Lebensraum Wasser“ empfiehlt das TV-Drama „Dirty Business“, das sich mit der Abwasserkrise und der Wasserprivatisierung in England befasst. Der Beitrag erläutert, dass die Fernsehproduktion die Entwicklung seit der Privatisierung nachzeichnet und deren Folgen für Umwelt und Infrastruktur darstellt. Im Mittelpunkt stehen demnach wiederkehrende Abwassereinleitungen sowie Defizite bei Investitionen und Regulierung.
Im Blogbeitrag wird hervorgehoben, dass politische Entscheidungen und wirtschaftliche Anreize als zentrale Ursachen der Krise dargestellt werden.

Quelle und weitere Informationen [Extern]:
Blog „Lebensraum Wasser“, Meldung vom 16.03.2026

Fachgespräch im Bundestag: Regenwassermanagement als Baustein der Klimaanpassung

Beim öffentlichen Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen (PBnEZ) im Bundestag stand die Bedeutung eines angepassten Regenwassermanagements für den Umgang mit Klimafolgen im Mittelpunkt. Dabei ging es insbesondere um Maßnahmen zur Begrenzung von Überflutungsrisiken infolge zunehmender Starkregenereignisse. Diskutiert wurden Ansätze wie die gezielte Entsiegelung, der Ausbau von Versickerungsflächen sowie Begrünungskonzepte für Gebäude. Zudem wurde die stärkere Nutzung von Regenwasser als Ressource thematisiert. Erörtert wurde dabei, wie bestehende rechtliche und planerische Instrumente weiterentwickelt und stärker in der kommunalen Praxis verankert werden können.

Quelle und weitere Informationen:
Deutscher Bundestag, Meldung vom 19.03.2026

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StEB Köln: Frauen gestalten Zukunft bei den StEB Köln

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März lenken die StEB Köln den Blick auf die Rolle von Frauen in ihrem Unternehmen. Frauen leisten einen maßgeblichen Beitrag zu einer funktionierenden Abwassersammlung und -reinigung in Köln, zum Hochwasser- und Überflutungsschutz sowie zur Pflege und Entwicklung der Kölner Gewässer.
Von den insgesamt 743 Beschäftigten sind 199 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 26,8 Prozent. Ende 2020 lag dieser Anteil noch bei 21,9 Prozent.
Was bei den StEB Köln besonders ins Auge fällt: Es gibt keinen Gender Pay Gap. Frauen sind im Durchschnitt in höheren Entgeltgruppen eingruppiert als Männer (durchschnittlich Entgeltgruppe 9 statt Entgeltgruppe 8), und das, obwohl sie eine deutlich höhere Teilzeitquote aufweisen (42,5 Prozent bei Frauen gegenüber 9,2 Prozent bei Männern). StEB Köln vom 05.03.2026

100 Jahre Lippeverband: Vier blaugrüne Wandertouren laden zum Erleben der Region ein

Der Lippeverband feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen und alle Interessierten sind eingeladen mitzufeiern: im Rahmen von vier blaugrünen Wandertouren am 12. September im Raum Dorsten und Schermbeck. Von der Familienroute (6 km) über die Einstiegsroute (12 km) und Sportroute (28 km) bis zur Ausdauerroute (50 km) ist für alle wanderbegeisterten Bürgerinnen und Bürger aus der gesamten Region etwas dabei. Anmeldungen sind bis zum 30. August erforderlich. Ausführliche Infos zu den blaugrünen Wanderungen – inklusive Streckenbeschreibungen und Karten zu den Touren – gibt es online auf https://blaugruene-wandertour.de. Meldung vom 25.03.2026

Radio-/TV-Beiträge zu Wasserthemen

In diesem Rundbrief können wir folgende Beiträge empfehlen (abrufbar in den externen Online-Mediatheken):
Wir möchten Sie über TV- und Radioberichte zu Wasserthemen ständig informieren. Wenn Sie Empfehlungen zu Sendungen haben, die online abrufbar sind, bitten wir um eine kurze Information an die AöW-Geschäftsstelle (info@aoew.de).

Veranstaltungshinweise

  • 20.04.2026, Berlin
    AöW-Jahrestagung
    Link
  • 04.-06.05.2026, Trier
    Institut für Deutsches und Europäisches
    Wasserwirtschaftsrecht:
    14. Trierer SummerSchool zum Wasserwirtschaftsrecht
    Externer Link
  • 04.05.-07.05.2026, München
    IFAT Messe
    Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand in der Eingangshalle West!
    Externer Link
  • 11.05.2026, Online
    DVGW: KI in der Aus- und Weiterbildung - Chancen und Praxisbeispiele
    Externer Link
  • 19.05.2026, Karlsruhe
    TZW: DAS THEMA: PFAS | Workshop für Forschung und Praxis

    Externer Link | PDF
Wenn Sie Empfehlungen zu Veranstaltungen haben, die für die öffentliche Wasserwirtschaft relevant sind, bitten wir um eine kurze Information an die AöW-Geschäftsstelle (info@aoew.de).
Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.
Invalidenstr. 91, 10115 Berlin
Postfach 40534, 10063 Berlin
Tel.: 0 30 / 39 74 36 06
Fax: 0 30 / 39 74 36 83
E-Mail: info(at)aoew.de
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Dr. Durmuş Ünlü, AöW-Geschäftsführer
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