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Liebe Leserinnen und Leser,
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wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse an unseren aktuellen Informationen. In vielen Bundesländern sind die Sommerferien bereits zu Ende und der „Normalbetrieb“ nimmt seinen Lauf. In anderen Ländern – so auch in Berlin – befinden wir uns derweil noch in der Sommerpause, was sich auch im parlamentarischen Betrieb widerspiegelt. Ganz ohne Aktivitäten blieb diese Zeit jedoch nicht, denn wir haben uns unter anderem zum Errichtungsgesetz eines Sondervermögens geäußert, uns mit dem Thema Wasserstoffhochlauf beschäftigt und waren auch sonst in verschiedenen Bereichen aktiv. Mit diesem Newsletter möchten wir Sie wie gewohnt kompakt und mit Quellenangaben auf den aktuellen Stand bringen. Der Austausch mit Ihnen ist uns weiterhin wichtig. Wenn Sie mit unserer Arbeit zufrieden sind, würden wir uns freuen, wenn Sie uns weiterempfehlen. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!
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Ihr Team der AöW-Geschäftsstelle Dr. Durmus Ünlü, Leonie Spahr und Anja Kutzsch
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AöW-Stellungnahme zum Errichtungsgesetz eines Sondervermögens: Öffentliche Wasserwirtschaft stärken
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Die AöW hat eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Errichtung eines Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIKG) verfasst. Darin begrüßen wir ausdrücklich das Ziel, langfristige Investitionen in zentrale Zukunftsaufgaben zu ermöglichen. Zugleich sprechen wir uns dafür aus, die öffentliche Wasserwirtschaft als Teil der Kritischen Infrastrukturen im Gesetz explizit zu berücksichtigen. Die sichere Versorgung mit Trinkwasser und die Entsorgung von Abwasser sind Grundvoraussetzungen für Daseinsvorsorge, Bevölkerungsschutz und wirtschaftliche Entwicklung – besonders angesichts zunehmender Extremwetterlagen, Cyberrisiken und der Folgen des Klimawandels. Um auch künftig verlässlich, bezahlbar und resilient arbeiten zu können, bedarf es gezielter öffentlicher Investitionen – flankiert durch politische Priorisierung, vereinfachte Planungsverfahren und rechtliche Absicherung.
Die vollständige Stellungnahme der AöW finden Sie hier [PDF].
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(Foto: Fotoquelle: iStock/ThomBal)
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AöW-Stellungnahme zum Wasserstoffhochlauf
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Im Rahmen der Verbändeanhörung zum Thema Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft hat sich die AöW mit einer Stellungnahme eingebracht. Dabei wurden rechtliche Aspekte der geplanten Regelung des „überragenden öffentlichen Interesses” speziell im Hinblick auf wasserwirtschaftliche Belange und Genehmigungspraktiken eingebracht. Die AöW äußert Bedenken, dass betreffende Regelegung im Wasserstoffbeschleunigungsgesetz Risiken für die öffentliche Wasserversorgung bergen könnte. (Foto: iStock/audioundwerbung)
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Interview: Wasser verantwortungsvoll nutzen
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In einem Interview mit dem Deutschen Naturschutzring (DNR) wies AöW-Geschäftsführer Durmuş Ünlü auf die Bedeutung eines sorgsamen Umgangs mit Wasser hin. Wasser sei nicht unbegrenzt verfügbar und seine nachhaltige Nutzung erfordere eine generationenübergreifende Verantwortung. Besondere Herausforderungen ergäben sich durch den demografischen Wandel, den Eintrag von Spurenstoffen in Gewässer und die Folgen des Klimawandels wie längere Hitze- und Trockenperioden. Ünlü betonte, dass Politik und Gesellschaft klare Prioritäten setzen müssten, um eine sichere Versorgung auch künftig gewährleisten zu können. Eine nachhaltige Wasserwirtschaft verlange sowohl technische Lösungen als auch ein verändertes Verhalten von Herstellern sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern.
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Das vollständige Interview finden Sie hier (Externe Webseite des DNR).
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Europaweit: Kommunale Verbände drängen auf konsequente Anwendung der Herstellerverantwortung
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Am 21. Juli 2025 veröffentlichten kommunale und regionale Vertreter aus zehn EU-Mitgliedstaaten eine gemeinsame Erklärung zur zügigen und vollständigen Umsetzung der novellierten EU-Kommunalabwasserrichtlinie (Urban Wastewater Treatment Directive – UWWTD). Die unterzeichnenden Verbände, darunter aus Deutschland die kommunalen Spitzenverbände und der VKU, betonen darin die Notwendigkeit rechtlicher Klarheit und zeitnaher Investitionssicherheit für die Umsetzung der neuen Vorgaben, insbesondere im Hinblick auf die Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility – EPR).
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Die Erklärung verweist auf die zentrale Rolle der EPR bei der Finanzierung der sogenannten Viertbehandlung, mit der künftig Mikroschadstoffe wie Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser entfernt werden sollen. Der Mechanismus sei ein bedeutender Fortschritt im europäischen Gewässerschutz und Ausdruck des Verursacherprinzips. Eine Schwächung oder Verzögerung der EPR-Regelung könne die Umsetzung der Richtlinie insgesamt gefährden und erhebliche finanzielle Lasten einseitig auf Bürgerinnen und Bürger und kommunale Strukturen verlagern.
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Die gemeinsame Erklärung richtet sich gegen politische Vorstöße, die EPR im Rahmen eines Umwelt-Omnibusverfahrens zu überarbeiten oder zu entschärfen. Sie unterstreicht, dass alle Hersteller – unabhängig vom Sitz – gleichermaßen zur Finanzierung herangezogen würden. Die Richtlinie ist seit Januar 2025 in Kraft, die Umsetzung in nationales Recht läuft derzeit.
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Bundeskabinett beschließt Gesetzesentwurf zu CCS
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Das Bundeskabinett hat am 6. August 2025 den Entwurf zur Änderung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes beschlossen. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium sollen damit die rechtlichen Grundlagen für die Abscheidung, Nutzung, den Transport und die Speicherung von Kohlendioxid geschaffen werden. Ziel sei es, den Einsatz von CCS- und CCU-Technologien insbesondere in Industriezweigen mit schwer vermeidbaren Emissionen wie der Zement- oder Kalkproduktion zu ermöglichen. Die Novelle sehe bundeseinheitliche Voraussetzungen für ein CO₂-Pipelinenetz vor und erlaube die Speicherung auf offener See außerhalb von Meeresschutzgebieten. An Land bleibe die Speicherung grundsätzlich untersagt, die Bundesländer könnten jedoch eigenständig über eine Zulassung entscheiden („Opt-in“). Für Emissionen aus Kohlekraftwerken sei die Anwendung ausgeschlossen. Zudem werde der Bau von CO₂-Leitungen und -Speichern als Vorhaben von überragendem öffentlichen Interesse eingestuft, wodurch Genehmigungsverfahren beschleunigt werden sollen.
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Fachleute verweisen jedoch auf offene Fragen. Nach einem Bericht des Magazins energiezukunft.eu vom 7. August 2025 sei die Forschungslage zur geologischen Speicherung von CO₂ bislang "dünn". Expertinnen und Experten wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin forderten zusätzliche Untersuchungen zur Sicherheit, zur Abscheideleistung sowie zu möglichen Leckagerisiken. Insbesondere sei unklar, in welchem Umfang Emissionen tatsächlich dauerhaft vermieden werden könnten.
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Aus wasserwirtschaftlicher Sicht ist vor allem die Frage einer möglichen unterirdischen Speicherung im Binnenland von Bedeutung.
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Bundeskabinett beschließt neues IT-Sicherheitsgesetz
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Wie das Bundesinnenministerium am 30. Juli 2025 mitteilte, hat das Bundeskabinett den Entwurf für ein neues IT-Sicherheitsgesetz beschlossen. Mit dem NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz wird die EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit in deutsches Recht überführt und das bestehende Regelwerk modernisiert. Künftig sollen rund 29.500 Unternehmen verpflichtend Maßnahmen zur Cybersicherheit etablieren, darunter Risikoanalysen, Notfallpläne und Meldeverfahren bei Angriffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erhält erweiterte Befugnisse zur Aufsicht und kann bei Verstößen Bußgelder verhängen. Besonders für Betreiber kritischer Infrastrukturen wie die Wasserwirtschaft ergeben sich neue Anforderungen. Das BSI stellt bereits umfangreiche Informationen bereit, darunter ein digitales Tool zur Selbsteinschätzung, mit dem Unternehmen prüfen können, welche Vorgaben für sie gelten: https://www.bsi.bund.de/
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BMUV startet Initiative für Wasserspeicherung und Abkühlung
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Am 21. Juli 2025 hat das Bundesumweltministerium (BMUKN) eine neue Initiative zur Stärkung der Wasserspeicherung und zur Abkühlung von Landschaften und Städten vorgestellt. Ziel ist es, angesichts zunehmender Hitzeperioden, Trockenzeiten und Starkregenereignisse die Klimaanpassung systematisch voranzutreiben. Die Initiative umfasst Maßnahmen in den Bereichen Stadtnatur, Moor- und Waldumbau, Entsiegelung sowie Planung und Finanzierung.
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Nach Angaben des BMUKN sollen sowohl technische als auch naturnahe Lösungen genutzt werden, um Wasser in der Fläche zu halten. Neben Regenwasserspeichern spielen dabei insbesondere natürliche Strukturen wie Moore, Wälder und begrünte Stadtflächen eine zentrale Rolle. In Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen soll ein langfristiges Investitionsprogramm entstehen. Dafür sind eine Aufstockung bestehender Förderprogramme sowie neue Richtlinien, etwa zur nassen Landwirtschaft, vorgesehen.
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Auch Planungsprozesse für Renaturierungsprojekte sollen beschleunigt werden. Das Ministerium kündigte an, praktikable Wege zur Umsetzung solcher Vorhaben zu prüfen und bei Bedarf anzupassen. Die Initiative versteht sich als Beitrag zu einer vorausschauenden Klimaanpassung und soll ökologische, soziale und wirtschaftliche Wirkungen bündeln.
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Lesetipp: Kritische Bilanz zur Abwasserprivatisierung in Bremen
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In einem Beitrag vom 11. Juli 2025 im Rahmen einer Fachveröffentlichung zieht ein langjähriger Kritiker der Bremer Abwasserprivatisierung Ernst Mönnich – in den Bremer Medien auch mal als Abwasserrebell bezeichnet – eine ernüchternde Bilanz nach 25 Jahren Auseinandersetzung mit dem Modell öffentlich-privater Partnerschaften im Entsorgungsbereich. In seinem Erfahrungsbericht beschreibt der Autor aus juristischer, wirtschaftlicher und verwaltungswissenschaftlicher Perspektive die aus seiner Sicht gravierenden strukturellen Mängel des damaligen Vertragsmodells.
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Demnach sei es durch kreditfinanzierte Privatisierung, garantierte Renditen und fehlende Kontrolle zu einem langfristigen finanziellen Nachteil für die öffentliche Hand gekommen. Besonders kritisiert wird die dauerhafte Umlenkung öffentlicher Gebührenmittel in private Gewinne ohne entsprechendes unternehmerisches Risiko der Privaten. Das zuständige Gericht habe zwar kürzlich eine Satzung für rechtswidrig erklärt, jedoch den Kern des Problems – die überhöhten Betreiberentgelte – unangetastet gelassen. Dies wertet der Autor als symptomatisch für ein strukturelles Versagen der politischen und gerichtlichen Kontrolle.
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Das abschließende Fazit bleibt nüchtern: Der Widerstand gegen intransparente Privatisierungsmodelle sei trotz einzelner juristischer Erfolge weitgehend folgenlos geblieben.
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WBGU: EU-Wasserpolitik soll klimaresilientes Management stärken
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Am 8. Juli 2025 hat der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) ein neues Politikpapier zur europäischen Wasserpolitik veröffentlicht. Darin betont der Beirat die Dringlichkeit eines klimaresilienten Wassermanagements, um Europa besser auf zunehmende Dürren, wie sie derzeit viele Regionen betreffen, vorzubereiten.
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Anknüpfend an die im Juni vorgestellte EU-Wasserresilienzstrategie schlägt der WBGU vor, klimaresilientes Wassermanagement als zentrales Leitbild in der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu verankern. Ziel müsse es sein, stärker auf sogenannte grüne Wasserressourcen im Boden zu achten und Synergien mit anderen Politikfeldern wie Landwirtschaft, Industrie und Biodiversität zu schaffen.
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Laut WBGU sollten Maßnahmen flexibel, lokal umsetzbar und multifunktional ausgestaltet sein. Auch wird eine breite Beteiligung relevanter Akteure empfohlen. Darüber hinaus regt der Beirat an, klimaresilientes Wassermanagement als Querschnittsaufgabe zu begreifen und dieses Prinzip auch auf internationaler Ebene zu vertreten. Eine gemeinsame EU-Wasseraußenpolitik könne dazu beitragen, globale Impulse für klimaresiliente Wasserstrategien zu setzen.
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Quelle und weitere Informationen [Extern]:
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EWSA betont strategische Bedeutung öffentlicher Dienstleistungen für Europas Zukunft
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Am 16. Juli 2025 hat der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) seine Initiativstellungnahme zur Rolle der "Dienstleistungen von allgemeinem Interesse" (DAI) in der EU – in Deutschland als „Daseinsvorsorge“ bekannt – angenommen. Nach Angaben des EWSA betont das Papier den wesentlichen Beitrag dieser Dienstleistungen zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, zur sozialen Kohäsion sowie zur demokratischen Teilhabe in Europa. DAI – darunter auch die Wasser- und Abwasserwirtschaft – seien demnach zentrale Elemente des europäischen Sozialmodells, da sie grundlegende Bedürfnisse abdeckten, unabhängig von der individuellen Kaufkraft.
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Laut Stellungnahme sei ein ganzheitlicher, sektorübergreifender Ansatz in der EU-Politik notwendig, um DAI zukunftsfest zu gestalten und als strategische Investition zu begreifen – etwa in Hinblick auf die Klimaanpassung, Daseinsvorsorge oder Versorgungssicherheit. Öffentliche Dienstleistungen stünden exemplarisch für den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert solcher Angebote. Der EWSA fordert daher einen Aktionsplan der EU-Kommission zur Stärkung und Finanzierung von DAI.
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SGI Europe, europäischer Verband der öffentlichen Dienstleister, begrüßte die Initiative.
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Quelle und weitere Informationen [Extern]:
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ISOE veröffentlicht Stellungnahme zur Kritik an Grundwasserstudie
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Wie bereits im AöW-Rundbrief vom 7. Juli 2025 berichtet, hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 16. Juni 2025 eine vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung erarbeitete Überblicksstudie zum Grundwasserstress in Deutschland veröffentlicht. Darin wurde in jedem zweiten Landkreis struktureller oder akuter Grundwasserstress festgestellt.
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Nach methodischer Kritik durch den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hat das ISOE am 8. Juli 2025 öffentlich Stellung bezogen. Die Studie solle laut ISOE keine Detailanalysen ersetzen, sondern auf Basis öffentlich verfügbarer Daten erste Hinweise auf mögliche Belastungen liefern. Sie verfolge das Ziel, angesichts wachsender Nutzungskonflikte und klimatischer Veränderungen frühzeitig auf potenzielle Risiken für Ökosysteme und Wasserversorgung hinzuweisen. Die zugrunde gelegte 20-Prozent-Schwelle der Grundwasserentnahme orientiere sich an etablierten Ansätzen und liege zwischen bestehenden Empfehlungen.
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Die Kritik an der Auswertung auf Landkreisebene sei berechtigt, so das ISOE, aber angesichts fehlender kleinräumiger Daten derzeit unvermeidlich. Man arbeite daran, Indikatoren und Datengrundlagen weiterzuentwickeln, um wasserwirtschaftliche Strategien künftig noch gezielter unterstützen zu können.
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Lesetipp: „SDG-Maßnahmen für Kommunen” in zweiter Auflage erschienen
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Das Difu (Deutsches Institut für Urbanistik) hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die zweite Auflage der Broschüre „SDG-Maßnahmen für Kommunen – Kommunaltypen und Handlungsempfehlungen” veröffentlicht. Laut den Herausgebern zeigt die Publikation, wie Städte, Landkreise und Gemeinden ihre Beiträge zu den globalen Nachhaltigkeitszielen gezielter steuern können. Grundlage bilden die SDG-Indikatoren für Kommunen, anhand derer 24 Kommunaltypen gebildet wurden. Auf dieser Basis wurden spezifische Handlungsempfehlungen für Kommunen mit über 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern entwickelt. Das Ziel bestehe darin, die Übertragung von Monitoring-Ergebnissen in konkrete Maßnahmen zu erleichtern und die Umsetzung der Agenda 2030 zu beschleunigen.
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UBA-Studie zu Energieanalysen von Kläranlagen
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Im Juni 2025 veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) die Studie „Dynamisierung von Energieanalysen zur dauerhaft energetischen Optimierung von Kläranlagen“. Ziel des Forschungsvorhabens war es, Methoden zu entwickeln, mit denen die Energieeffizienz von Kläranlagen kontinuierlich überwacht und verbessert werden kann. Bislang erfolgt die energetische Bewertung meist in Form statischer Analysen in größeren Zeitabständen, was laut UBA eine unzureichende Aussagekraft über den tatsächlichen Betriebsverlauf zulässt. Im Rahmen des Projekts wurden Kennzahlen identifiziert und weiterentwickelt, die sich für deutlich verkürzte Betrachtungszeiträume eignen. Die kontinuierliche Erfassung solcher Werte ermögliche nicht nur eine frühzeitige Erkennung ineffizienter Betriebszustände, sondern könne auch zur automatisierten Optimierung beitragen. Grundlage dafür bilden unkomplizierte und stabil zu messende, vorwiegend physikalische Parameter.
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Erprobt wurden die Konzepte auf vier Pilotanlagen. Ergänzend wurden Anforderungen an geeignete Mess- und Visualisierungssysteme sowie Handlungsempfehlungen für die Umsetzung in der Praxis formuliert. Die Ergebnisse sollen in die Überarbeitung des Arbeitsblatts DWA-A 216 einfließen und zeigen laut UBA deutliches Einsparpotenzial, sowohl beim Strom- als auch beim Wärmebedarf.
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Die vollständige UBA-Studie ist hier abrufbar [Extern].
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Studie zu Reifenabrieb: Auswirkungen auf Gewässer und Ökosysteme
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Laut einer am 2. Juli 2025 veröffentlichten Mitteilung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) warnt ein Forschungsteam in einem Übersichtsartikel im Journal of Environmental Management vor den ökologischen Folgen von Reifenabrieb in Gewässern. Die Studie fasst den aktuellen Kenntnisstand zur Belastung durch Reifenpartikel und die Freisetzung zahlreicher Schadstoffe zusammen, darunter Schwermetalle und organische Verbindungen wie 6-PPD.
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Angesichts der Risiken empfehlen die Autor*innen, Reifenabrieb als relevante Umweltbelastung stärker zu berücksichtigen.
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Bewerbungsaufruf: KUMAS-Leitprojekt 2025
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Das KUMAS UMWELTNETZWERK ruft zur Bewerbung um das Prädikat „KUMAS-Leitprojekt 2025“ auf. Ausgezeichnet werden wasserwirtschaftlich relevante Innovationen mit besonderer Umweltkompetenz. Laut KUMAS zählen unter anderem Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Gestaltungsqualität zu den Bewertungskriterien. Bewerbungen oder Vorschläge können bis zum 31. August 2025 eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der externen Webseite des KUMAS Umweltnetzwerks.
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Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen öffnet Bewerbungsverfahren
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Die Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen sucht neue Mitglieder. Unternehmen aller Branchen und Größen, die Klimaschutz, Umweltschutz oder Klimaanpassung als strategisches Ziel verfolgen, können sich bis zum 31. August 2025 bewerben. Ziel ist ein Netzwerk von Vorreitern, die mit Best-Practice-Beispielen zeigen, wie betriebliches Engagement für Klimaschutz Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Nach einem Online-Check entscheidet ein Expertengremium über die Aufnahme. Erfolgreiche Bewerber werden bei einer Veranstaltung ausgezeichnet.
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AöW-Schnuppermitgliedschaft für Unternehmen in der öffentlichen Wasserwirtschaft
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Entdecken Sie unsere Arbeit: Nutzen Sie die beitragsfreie Schnuppermitgliedschaft für Unternehmen, Betriebe und Verbände aus der öffentlichen Wasserwirtschaft. Mit Stimmrecht und einer Laufzeit von 12 Monaten endet die Mitgliedschaft automatisch. Eine ideale Gelegenheit, unsere politische Arbeit kennenzulernen und uns aktiv zu unterstützen.
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Wir sind stetig dabei unsere Social Media Präsenz auszubauen, um Sie mit den wichtigsten Informationen über die AöW-Aktivitäten zu versorgen.
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Besuchen Sie uns auch auf LinkedIn und informieren Sie sich dort regelmäßig über wichtige AöW-Aktivitäten!
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Neues von AöW-Mitgliedern
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Bundestagsabgeordnete Sandra Stein im Austausch mit Ruhrverband
Bundestagsabgeordnete Sandra Stein vom Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie besuchte den Ruhrverband für einen intensiven Austausch über Wasserwirtschaft, Energie und nachhaltige Infrastruktur. Gemeinsam mit dem Vorstand des Ruhrverbandes wurden Themen wie Energieeffizienz, Ausbau neuer Energien und gesetzliche Entwicklungen auf EU- und Bundesebene besprochen. Im Rahmen des Besuchs wurden auch das Wasserkraftwerk an der Sorpetalsperre und die Kläranlage Sundern besichtigt, wobei u.a. die klimafreundliche Stromerzeugung, moderne Abwasserreinigung sowie innovative Energienutzung durch Klärgas und Photovoltaik im Fokus standen. Ruhrverband, Meldung vom 29.07.2025
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WVER: Maßnahmen für naturnahe Bäche und besseren Artenschutz
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Bis Ende September 2025 führt der Wasserverband Eifel-Rur im Hürtgenwald ökologische Baumaßnahmen durch, um die Durchgängigkeit der Bäche für Fische und Kleinstlebewesen zu verbessern. An mehreren Standorten werden unpassierbare Rohrdurchlässe durch naturnahe Bachsohlen ersetzt. Ziel ist es, Wanderhindernisse für geschützte Arten wie Bachforelle, Groppe und Bachneunauge zu beseitigen. Die Maßnahme erfolgt im Einklang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie und wird ökologisch begleitet von der Biologischen Station des Kreises Düren. WVER, Meldung vom 17.07.2025
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Radio-/TV-Beiträge zu Wasserthemen
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In diesem Rundbrief können wir folgende Beiträge empfehlen (abrufbar in den externen Online-Mediatheken):
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- ARTE | Die Großen Seen - Der Weg des Wassers, 12.08.2025
- 3sat | Alpen ohne Wasser: Mensch und Natur am Limit, 07.08.2025
- WDR | Neuer Abwassertunnel unter dem Rhein in Köln: Erste Röhre wird fertig, 06.08.2025 (mit unserem Mitglied StEB Köln)
- ARD | Bezahlen fürs Grundwasser: Was bringt der Wassercent?, 30.07.2025
- MDR | Milliardenprojekt Energiewende: Platzt der Traum vom grünen Wasserstoff?, 30.07.2025
- HR | Lösungssuche gegen Trinkwasserknappheit, 26.07.2025
- WDR | Lokalzeit aus Köln, Wenige Zentimeter am Tag: So herausfordernd ist der Kölner Kanalbau, 22.07.2025
- ARD | Umweltbundesamt äußert sich zu Gefahren durch PFAS, 17.07.2025
- ZDF | Von grau zu grün – Gutes Klima für die Stadt, 17.07.2025
- Das Erste | Gesundheitsgefährdende Ewigkeitschemikalie – TFA-Konzentration in Trinkwasser und Lebensmitteln steigt, 09.07.2025
Wir möchten Sie über TV- und Radioberichte zu Wasserthemen ständig informieren. Wenn Sie Empfehlungen zu Sendungen haben, die online abrufbar sind, bitten wir um eine kurze Information an die AöW-Geschäftsstelle (info@aoew.de).
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Veranstaltungshinweise
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- 08.-09.09.2025, Köln
23. Kölner Kanal und Kläranlagen Kolloquium Externer Link
- 10.09.2025, Berlin
65. Wasserwirtschaftsrechtlicher Gesprächskreis | Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur – Auswirkungen auf Gewässerschutz und Gewässerbewirtschaftung Externer Link
- 10.09.2025, Berlin
„Hitze und Trockenheit im Fokus – Strategien für die Zukunft“, online Externer Link
- 16.-17.09.2025, Dessau-Roßlau
Fachkonferenz: Klimawandelanpassung im Blick – Welche Fortschritte machen wir? Externer Link
- 17.-18.09.2025, Paderborn
7. Westfälische Trinkwassertagung Externer Link
- 01.10.2025, Sonneberg
3. Wasserstoffkonferenz – Wasserstoff in der Wasserwirtschaft Externer Link
- 22.-23. 10.2025, Nürnberg
KOMMUNALE - Bundesweite Fachmesse und Kongress für Kommunalbedarf Externer Link
- 27.-29.10.2025, Bonn
6th Global Water Operators’ Partnerships Congress Externer Link
- 29.-30.10.2025, Berlin
Fachinformation Trinkwasser und Badebeckenwasser | UBA Externer Link
- 03.-04.11.2025, Berlin
„Klimaschutz in Zeiten knapper Flächen“ Externer Link
- 06.11.2025, Offenbach am Main
DWD-Klimatagung | Stadt im Wandel - Klimaanpassung gestalten Externer Link
- 11.-12.11.2025, Berlin
8. ver.di-Konferenz für Ausbildungskräfte in der Ver- und Entsorgung Externer Link
- 12.11.2025, Nürnberg
Wärme- und Energietransformation von Kommunen und Industrie Externer Link
- 18.-21.11.2025, Freiburg
WaterXChange - Expo & Conference Externer Link
- 28.11.2025, online
Gewässerschutzforum der Umweltverbände Externer Link
- 14.-17.01.2026, Berlin
18. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) | „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ Externer Link
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Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.
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Invalidenstr. 91, 10115 Berlin Postfach 40534, 10063 Berlin
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Inhaltlich Verantwortlicher | VisdP Dr. Durmuş Ünlü, AöW-Geschäftsführer
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