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Liebe Leserinnen und Leser,
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wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse an unserem Newsletter und freuen uns, Ihnen in dieser Ausgabe wieder einen Überblick über aktuelle Entwicklungen rund um Wasser, Umwelt und Politik geben zu dürfen.
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Im Mittelpunkt stehen diesmal unter anderem die Organklage gegen die Aufhebung der Stoffstrombilanzverordnung, der Gesetzentwurf des Bundeskabinetts zum Schutz kritischer Infrastrukturen sowie neue Veröffentlichungen des Umweltbundesamts zur Abwasserrichtlinie und zu relevanten Spurenstoffen. Auch die Diskussion um ein mögliches PFAS-Verbot bleibt durch den aktualisierten Vorschlag der ECHA hochaktuell. Darüber hinaus finden Sie in dieser Ausgabe Hinweise auf weitere wichtige Themen – vom Deutschen Umweltpreis 2025 über die Beteiligungsmöglichkeit zur Wiederherstellung der Natur bis hin zu internationalen Studien von UNICEF und WHO.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und einen guten Start in die herbstliche Saison.
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Ihr Team der AöW-Geschäftsstelle Dr. Durmus Ünlü, Leonie Spahr und Anja Kutzsch
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Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen klagt gegen Aufhebung der Stoffstrombilanzverordnung
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Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat beim Bundesverfassungsgericht Organklage gegen die ersatzlose Aufhebung der Stoffstrombilanzverordnung eingereicht. Laut der Fraktion sei die Entscheidung ohne die erforderliche Beteiligung des Bundestages erfolgt und verletze somit die Rechte des Parlaments. Nun liegt es am Bundesverfassungsgericht, über den Organstreit zu entscheiden.
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Die Grünen erklären, die Aufhebung gefährde den Schutz des Grundwassers, da die Verordnung Transparenz über den Einsatz von Nährstoffen in landwirtschaftlichen Betrieben geschaffen habe. Trotz bestehender gesetzlicher Pflichten für Landwirtinnen und Landwirte seien mit dem Schritt nur die Maßstäbe zur Umsetzung weggefallen, was zu Rechtsunsicherheit führe.
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Hintergrund ist das Düngegesetz, das den Erlass einer entsprechenden Verordnung vorsieht und Änderungen zuvor dem Bundestag zur Entscheidung zuleiten soll. Mit der Abschaffung sei diese Vorgaben übergangen worden. Die Grünen kündigten an, den angekündigten Reformprozess im Bereich des Düngerechts kritisch, aber konstruktiv begleiten zu wollen.
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Bundeskabinett legt Gesetzentwurf zum KRITIS-Dachgesetz vor
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Am 10. September hat das Bundeskabinett den Entwurf eines KRITIS-Dachgesetzes beschlossen. Ziel ist es, den physischen Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland bundeseinheitlich und sektorenübergreifend zu regeln. Dazu sind verbindliche Mindeststandards, verpflichtende Risikoanalysen sowie ein zentrales Störungsmonitoring vorgesehen, um die Abwehrfähigkeit und Resilienz zentraler Versorgungsstrukturen zu stärken.
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Im Gesetzentwurf sind insgesamt elf Sektoren als kritische Infrastrukturen definiert, darunter auch der Bereich Wasser, der die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung umfasst. Einrichtungen, die mehr als 500.000 Personen versorgen, gelten automatisch als kritische Infrastruktur. Außerdem werden qualitative Kriterien herangezogen.
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Betreiber sollen künftig nationale Risikobewertungen berücksichtigen und eigene Analysen vorlegen. Auf dieser Grundlage sind Resilienzpläne zu entwickeln, die spezifische Maßnahmen zur Vorsorge und Krisenbewältigung enthalten. Mögliche Maßnahmen sind Notfallteams und Objektschutz, Schulungen sowie Notstrom- und Ersatzversorgung. Zudem müssen Vorfälle künftig über ein Online-Portal des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik gemeldet werden.
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UBA veröffentlicht FAQ zur neuen Abwasserrichtlinie
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Auf seiner Website hat das Umweltbundesamt (UBA) eine FAQ-Seite zur neuen Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) veröffentlicht. Dort werden Fragen zu den Zielen der Richtlinie, den neuen Anforderungen an Kläranlagen, der Einführung einer vierten Reinigungsstufe, dem Umgang mit Mikroschadstoffen sowie zur erweiterten Herstellerverantwortung beantwortet. Auch Aspekte des Gesundheits- und Klimaschutzes wie das Monitoring von Krankheitserregern und die Energieneutralität von Kläranlagen werden behandelt. Die Mitgliedstaaten müssen KARL bis zum 31. Juli 2027 in nationales Recht umsetzen.
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UBA stuft neue Spurenstoffe als relevant ein
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Das Umweltbundesamt (UBA) gab am 13. August 2025 bekannt, dass weitere Chemikalien und Arzneimittel in die Liste der relevanten Spurenstoffe aufgenommen wurden. Grundlage hierfür ist die im Juni getroffene Entscheidung des Gremiums zur Relevanzbewertung von Spurenstoffen, welches die Einschätzung des Spurenstoffzentrums bestätigte. Als relevant eingestuft wurden das Antidepressivum Venlafaxin und sein Abbauprodukt O-Desmethylvenlafaxin, die Epilepsie- und Schmerzmittel Gabapentin und Pregabalin sowie die Industriechemikalie Hexamethoxymethylmelamin (HMMM).
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Laut UBA werden diese Stoffe in Kläranlagen nur unzureichend entfernt. Sie gelangen so in die Umwelt und sind in Oberflächengewässern regelmäßig nachweisbar. Für Gabapentin und Pregabalin verweist das Amt auf Monitoringdaten, die zeigen, dass sich die Substanzen aufgrund ihrer hohen Mobilität weit im aquatischen Ökosystem und im Wasserkreislauf verbreiten können – bis hin zu Grund- und Trinkwasser. Für Venlafaxin sei zudem eine hohe Fischtoxizität nachgewiesen, für Gabapentin und Pregabalin gebe es Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf die Fortpflanzung. HMMM wird in der Umwelt zu Melamin umgewandelt, das bereits als besorgniserregend eingestuft wurde.
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Die Einstufung als „relevanter Spurenstoff” weist laut UBA darauf hin, dass Maßnahmen zur Eintragsminderung ergriffen werden sollten. Als mögliche Maßnahmen werden eine Rückkopplung in europäische Genehmigungs- und Zulassungsverfahren oder in Vorgaben wie die Wasserrahmenrichtlinie, Informationskampagnen, eine gezielte verbesserte Elimination in Kläranlagen oder auch herstellerbezogene Maßnahmen an einem „Runden Tisch“ genannt.
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Bundesregierung lehnt pauschales PFAS-Verbot ab
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Die Bundesregierung sieht aufgrund der zunehmenden Belastung von Böden, Gewässern und Nahrungsketten durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) Handlungsbedarf, lehnt ein pauschales Verbot jedoch ab. Dies geht aus der Antwort (21/1336) auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/1120) vom 21. August 2025 hervor.
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Die Regierung teilt demnach die Einschätzung der Umweltministerkonferenz, wonach PFAS-Emissionen deutlich reduziert werden müssten. Zugleich betonte sie, dass ein „Totalverbot“ weder von ihr vorgeschlagen noch unterstützt werde. Vielmehr strebe sie einen differenzierten Regelungsansatz an. Eine konkrete Positionierung zur Ausgestaltung künftiger Beschränkungen sei jedoch erst möglich, sobald die wissenschaftliche Bewertung durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) abgeschlossen sei und ein Vorschlag der EU-Kommission vorläge.
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Zur Belastung deutscher Oberflächengewässer erklärte die Bundesregierung, dass eine umfassende Aussage derzeit nicht möglich sei. Neben Abwassereinleitungen spielten auch diffuse Eintragspfade, darunter atmosphärische Deposition, eine Rolle. Bislang müsse lediglich PFOS erfasst werden. Die Messungen erfolgten durch die Länderbehörden und würden über das Umweltbundesamt an die EU-Kommission gemeldet.
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Mit der am 1. Januar 2025 in Kraft tretenden Kommunalabwasserrichtlinie werde eine Überwachungspflicht für PFAS eingeführt. Vorgesehen sei, dass künftig in allen Siedlungsgebieten ab 10.000 Einwohnerwerten an den Zu- und Abläufen von Kläranlagen die Konzentrationen und Frachten von PFAS gemessen werden, sofern die Einleitung in Trinkwasser-Einzugsgebiete erfolgt.
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Darüber hinaus werde auf europäischer Ebene über Umweltqualitätsstandards für PFAS, einschließlich Trifluoressigsäure (TFA), diskutiert. Zudem hat Deutschland erklärt, eine vorgezogene Prüfung einer erweiterten Herstellerverantwortung für PFAS- und mikroplastikhaltige Produkte zu unterstützen.
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Quelle und weitere Informationen (Extern):
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ECHA veröffentlicht aktualisierten Vorschlag zur PFAS-Beschränkung
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Am 20. August hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) einen überarbeiteten Vorschlag zur Beschränkung von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) veröffentlicht. Grundlage hierfür ist die Auswertung von mehr als 5.600 Stellungnahmen, die während der Konsultation im Jahr 2023 eingegangen sind.
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Laut dem Umweltbundesamt (UBA) markiert die Überarbeitung einen wichtigen Meilenstein im europäischen Verfahren. Das Dokument wurde demnach deutlich erweitert und decke nun auch zusätzliche Anwendungssektoren wie Drucktechnik, Maschinenbau, Dichtungen oder technische Textilien ab. Zudem wurden verschiedene Beschränkungsoptionen geprüft – von einem vollständigen Verbot bis hin zu befristeten oder unbefristeten Ausnahmen, die mit Risikominderungsmaßnahmen verbunden sein können.
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Als Nächstes erarbeiten die wissenschaftlichen Ausschüsse der ECHA für Risikobewertung (RAC) und sozioökonomische Analyse (SEAC) ihre Stellungnahmen. Auf dieser Basis wird die Europäische Kommission im Einvernehmen mit den Mitgliedstaaten über die endgültige Beschränkung entscheiden.
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Deutscher Umweltpreis 2025 für Klimaforschung und zirkuläres Geschäftsmodell
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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeichnet in diesem Jahr die Klimaforscherin Prof. Dr. Sonia Isabelle Seneviratne von der ETH Zürich sowie die ZINQ-Geschäftsführenden Lars Baumgürtel und Dr. Birgitt Bendiek aus. Mit dem Deutschen Umweltpreis, der zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas gehört und mit insgesamt 500.000 Euro dotiert ist, würdigt die DBU herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse und ein konsequent umgesetztes Kreislaufmodell in der Industrie. Die Verleihung findet am 26. Oktober in Chemnitz statt, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht den Preis.
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Seneviratne habe durch neuartige Forschungsmethoden entscheidend dazu beigetragen, die Wechselwirkungen von Bodenfeuchte, Vegetation und Atmosphäre im Klimasystem besser zu verstehen.
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Das Unternehmen ZINQ wird für seine Pionierarbeit bei der Etablierung einer zirkulären Wirtschaftsweise ausgezeichnet. Mit Verfahren wie dem patentierten Mikrozink-Prozess, optimierter Wärmerückgewinnung und einem digitalen Produktpass setze der Stahlverzinker konsequent auf Ressourcenschonung, Energieeffizienz und vollständige Wiederverwertung.
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Online-Beteiligung für Anregungen zur Wiederherstellung der Natur gestartet
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Seit dem 1. September haben Bürgerinnen und Bürger, Verbände und weitere Interessierte die Möglichkeit, sich an der Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur zu beteiligen. Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz haben dafür eine Online-Plattform eingerichtet, auf der bis zum 3. Oktober 2025 Anregungen und Hinweise eingebracht werden können. Ziel der Verordnung sei es, geschädigte Ökosysteme wie Wälder, Flüsse, Moore und städtische Grünflächen zu erhalten und in einen guten Zustand zurückzuführen.
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PIK-Studie: Anpassung senkt Hochwasserschäden in Europa deutlich
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Eine aktuelle Attributionsstudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt, dass Anpassungsmaßnahmen die Folgen von Überschwemmungen in Europa erheblich gemindert haben. Analysen von 1.729 Flutereignissen zwischen 1950 und 2020 ergaben, dass wirtschaftliche Schäden ohne bauliche Schutzmaßnahmen wie Deiche oder Dämme durch Frühwarnsysteme, Notfallpläne und Bauvorschriften seit 1950 um 63 Prozent reduziert wurden. Auch die Zahl der Todesopfer sei im gleichen Zeitraum um 52 Prozent gesunken.
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Die Forschenden stellten fest, dass sich der Fortschritt in Westeuropa und Südeuropa stärker entwickelt habe als in östlichen und nördlichen Regionen. Trotz dieser Fortschritte seien die absoluten Schäden von 37 Milliarden Euro in den 1950er-Jahren auf 71 Milliarden Euro im vergangenen Jahrzehnt gestiegen. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt sei die Belastung jedoch heute nur noch etwa ein Drittel so hoch wie vor sieben Jahrzehnten. Ursache dafür sei das starke Wirtschaftswachstum, das die Zunahme an Schäden relativiert habe.
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Die Studie weist darauf hin, dass seit 1950 mehr Menschen in gefährdete Gebiete gezogen seien und dadurch die Exposition gestiegen sei. Verbesserte Schutzmaßnahmen hätten diesen Trend jedoch teilweise kompensiert. In den vergangenen 20 Jahren sei der Fortschritt bei der Anpassung langsamer geworden, was laut den Forschenden ein Hinweis darauf sei, dass zusätzliche Anstrengungen erforderlich sind, um den wachsenden Risiken durch den Klimawandel entgegenzuwirken.
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Leseempfehlung: KAS-Monitorbericht Nachhaltigkeit zu Wasser und Infrastruktur
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Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hebt in ihrem aktuellen "Monitorbericht Nachhaltigkeit" hervor, dass Wasser zunehmend zu einer kritischen Ressource wird. Extremwetterereignisse, Übernutzung und Verschmutzung verstärken demnach Knappheiten und bergen erhebliches Konfliktpotenzial. Der Bericht macht deutlich, dass Strategien auf Bundes- und EU-Ebene zwar vorliegen, aber konsequenter umgesetzt werden müssen, um Versorgung, Qualität und Sicherheit langfristig zu sichern.
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Besonderes Augenmerk gilt der Wasserinfrastruktur, die als Teil der kritischen Infrastruktur betrachtet und an den Klimawandel angepasst werden müsse. Das beschlossene Infrastrukturpaket der Bundesregierung solle genutzt werden, um Netze und Systeme zu modernisieren, Forschung zu fördern und Bewusstsein in der Bevölkerung für Wasserfragen zu schärfen. Notwendig seien außerdem Rahmenbedingungen, die es erlauben, Innovationen praktisch zu erproben und in größerem Maßstab nutzbar zu machen.
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Da Wasser zunehmend auch ein Wettbewerbsfaktor werde, sieht der Bericht Chancen für die europäische Wirtschaft in wassersparenden Technologien, zirkulärer Nutzung und neuen Forschungsansätzen. Politik und Wirtschaft seien gleichermaßen gefordert, die Ressource nachhaltig zu sichern und Wasserpolitik als zentralen Teil der Klimaanpassung zu verankern.
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UNICEF/WHO: Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu Wasser
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Ein aktueller Bericht von UNICEF und WHO zeigt, dass weltweit weiterhin große Lücken bei der Versorgung mit Wasser, Sanitär- und Hygienediensten bestehen. Demnach hat noch immer jede vierte Person – rund 2,1 Milliarden Menschen – keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, während 3,4 Milliarden ohne sichere Sanitärversorgung leben. Besonders betroffen sind Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern, in fragilen Kontexten sowie in ländlichen Regionen. Kinder, ethnische Minderheiten und indigene Gemeinschaften seien überdurchschnittlich stark benachteiligt. Zwar habe sich die Situation in manchen Bereichen seit 2015 verbessert, doch die Ungleichheiten blieben gravierend. So sei die Abdeckung in fragilen Staaten deutlich geringer, und auch in Städten stagniere die Versorgung. Für Mädchen und Frauen komme hinzu, dass sie vielerorts für die Wasserbeschaffung verantwortlich seien und während der Menstruation zusätzliche Hürden erleben. Angesichts der verbleibenden fünf Jahre bis 2030 warnen die Organisationen, dass die angestrebten Nachhaltigkeitsziele ohne beschleunigte Maßnahmen kaum erreichbar seien.
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AöW-Schnuppermitgliedschaft für Unternehmen in der öffentlichen Wasserwirtschaft
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Neues von AöW-Mitgliedern
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Wupperverband und Kooperationspartner: Neubau Klärschlammverbrennungsanlage
In Wuppertal Buchenhofen starten Mitte September die Bauarbeiten für die neue Klärschlammverbrennungsanlage der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH (KVB). Die KVB ist eine Gesellschaft mit insgesamt 10 öffentlich-rechtlichen Partnern aus NRW. Sie errichtet am Standort Buchenhofen des Wupperverbands eine neue hochmoderne Klärschlammverbrennungsanlage. Ab 2028 soll die neue Anlage in Betrieb gehen und dann die bei den 10 Partnern anfallenden Klärschlämme mit einer Gesamtmenge von 47.500 Tonnen Trockenmasse pro Jahr thermisch verwerten.
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An dem Standort befinden sich die Kläranlage Buchenhofen und die bisherige Schlammverbrennungsanlage (SVA) des Wupperverbandes aus dem Jahr 1977. Die vorhandene SVA wird ab 2028 durch die neue Anlage der KVB abgelöst. Wupperverband, Meldung vom 08.09.2025
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AGL Lüneburg: Einstieg bei der Kommunalen Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH (KNRN) geplant
Die AGL plant, sich an der Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH (KNRN) mit Unternehmenssitz in Hildesheim als Gesellschafterin zu beteiligen. Die KNRN ist ein interkommunaler Verbund von ausschließlich im öffentlichen Eigentum befindlichen Abwasserbetrieben und Kommunen in Niederachsen, der grundsätzlich keine kommerziellen Geschäftszwecke verfolgt und der mit einer eigenständig geplanten und finanzierten Mono-Klärschlammverbrennungsanlage, im trimodal (LKW, Bahn und Binnenschiff) erschlossene Binnenhafen Hildesheim und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kläranlage der Stadtentwässerung Hildesheim, auch den Bau- und Betrieb der Anlage übernimmt. Zudem wird eine Anlage zur Klärschlammtrocknung in Hameln etabliert. Die KNRN ist als Gesellschaft bereits seit 2019 gegründet und zählt derzeit 21 Gesellschafter, unter ihnen Hildesheim, Celle, Göttingen, Verden, Salzgitter, um nur einige Regionen zu nennen. AGL Lüneburg, Meldung von August 2025
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StEB Köln: Tunnelbohrmaschine „Henriette“ erfolgreich geborgen – Abschluss des ersten Rohrvortriebs für den Rheindüker
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Mit der spektakulären Bergung der Tunnelbohrmaschine „Henriette“ aus dem Zielschacht in Köln-Niehl feiern die StEB Köln den erfolgreichen Abschluss der ersten Tunnelröhre des neuen Rheindükers. Dieses zentrale Infrastrukturprojekt sichert die zukunftsfähige Abwasserentsorgung in Köln. StEB Köln, Meldung vom 14.08.2025
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Ruhrverband setzt im Kampf gegen die Quaggamuschel auf klare Regeln und Aufklärung
Der Ruhrverband betrachtet das Auftreten der ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum stammenden Quaggamuschel (Dreissena rostriformis bugensis) in seinen sauerländischen Talsperren mit großer Sorge. Der Ruhrverband setzt nun alles daran, um die Übertragung auf seine anderen Talsperren im Sauerland zu verhindern. Hierbei ist vor allem die Mithilfe derjenigen gefragt, die Boote auf den Talsperren haben, denn Sport- und Angelboote, die zwischen verschiedenen Gewässern – etwa den niederländischen Großgewässern und den Talsperren des Sauerlands – pendeln und vor dem Wiedereinsetzen nicht gründlich gereinigt werden, stellen einen der Hauptübertragungswege dar. Ruhrverband, Meldung vom 05.08.2025
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Wupperverband startet Bauarbeiten zur Fischumgehung am Wehr Kerspe
Der Wupperverband errichtet derzeit ein offenes Umgehungsgerinne am Wehr Kerspe in Wipperfürth-Ohl, um die ökologische Durchgängigkeit der Wipper für Fische und Makrozoobenthos herzustellen. Das denkmalgeschützte Wehr bleibt dabei bestehen. Die Maßnahme wird mit 75.000 Euro veranschlagt und zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert. Zwei weitere Renaturierungsprojekte in Egerpohl und Böswipper folgen 2026. Alle Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Programms zur Gewässerentwicklung und Retentionsraumschaffung entlang der oberen Wupper/Wipper. Wupperverband, Meldung vom 20.08.2025
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Radio-/TV-Beiträge zu Wasserthemen
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In diesem Rundbrief können wir folgende Beiträge empfehlen (abrufbar in den externen Online-Mediatheken):
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Wir möchten Sie über TV- und Radioberichte zu Wasserthemen ständig informieren. Wenn Sie Empfehlungen zu Sendungen haben, die online abrufbar sind, bitten wir um eine kurze Information an die AöW-Geschäftsstelle (info@aoew.de).
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Veranstaltungshinweise
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- 01.10.2025, Sonneberg
3. Wasserstoffkonferenz – Wasserstoff in der Wasserwirtschaft Externer Link
- 02.10.2025, Düsseldorf
Kommunalkongress Klimaanpassung Externer Link
- 07.-08.10.205, Wuppertal
Fachkonferenz "Klimaangepasst leben" Externer Link
- 22.-23.10.2025, Nürnberg
KOMMUNALE - Bundesweite Fachmesse und Kongress für Kommunalbedarf Externer Link
- 27.-29.10.2025, Bonn
6th Global Water Operators’ Partnerships Congress Externer Link
- 29.-30.10.2025, Berlin
Fachinformation Trinkwasser und Badebeckenwasser | UBA Externer Link
- 03.-04.11.2025, Berlin
„Klimaschutz in Zeiten knapper Flächen“ Externer Link
- 06.11.2025, Offenbach am Main
DWD-Klimatagung | Stadt im Wandel - Klimaanpassung gestalten Externer Link
- 11.-12.11.2025, Berlin
8. ver.di-Konferenz für Ausbildungskräfte in der Ver- und Entsorgung Externer Link
- 12.11.2025, Nürnberg
Wärme- und Energietransformation von Kommunen und Industrie Externer Link
- 18.-21.11.2025, Freiburg
WaterXChange - Expo & Conference Externer Link
- 28.11.2025, online
Gewässerschutzforum der Umweltverbände Externer Link
- 14.-17.01.2026, Berlin
18. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) | „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ Externer Link
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Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.
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Invalidenstr. 91, 10115 Berlin Postfach 40534, 10063 Berlin
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Inhaltlich Verantwortlicher | VisdP Dr. Durmuş Ünlü, AöW-Geschäftsführer
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