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Privatisierung

Privatisierung war in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten ein Zauberwort. Behauptet wurde, private Unternehmen seien wirtschaftlicher und effizienter als die öffentliche Wirtschaft. Die Privatisierungs- und Liberalisierungswelle (Telekommunikation, Energie, Fernsehe, Verkehr) der letzten Jahre hat aber recht unterschiedliche Wirkungen hervorgebracht.

Einerseits tatsächlich Produktions- und Kostensenkungen. Andererseits jedoch Qualitätsverluste, hohe Transaktions- und Regulierungskosten und Preissteigerungen.

Öffentliche natürliche Monopole sollten mit der Liberalisierung zerschlagen werden, an deren Stelle haben sich aber mächtige private Konzerne gebildet, die immense Gewinne abschöpfen. 

Die Bilanz der positiven und negativen Effekte für die Volkswirtschaften und die Wohlfahrtswirkungen von der Privatisierung öffentlicher Aufgaben sind daher unklar. Sicher ist. Der Staat und die Bürger werden ausverkauft, private streichen Gewinne ein.  

Nach den Finanz- und Wirtschaftskrisen der letzten fünf Jahre ist das Vertrauen in die positiven „Kräfte der Märkte“ ohnehin dramatisch gesunken. Ernüchterung und Enttäuschung sind in der Bevölkerung gegenüber Privatisierung eingekehrt.

Privatisierung 

Die Wasserwirtschaft wird jedoch immer noch – besonders von der EU-Kommission – als „letztes“ Monopol angegriffen, das es zu zerschlagen gilt.

Gerade aber in der Wasserwirtschaft haben Privatisierungen zu Preissteigerungen geführt. Umgekehrt sinken die Preise dort, wo die Trinkwasserversorgung wieder von den Kommunen übernommen wird. Bei einer Rekommunalisierung zeigen die Kommunen, dass sie es besser und sogar billiger können.

Die öffentliche Wasserwirtschaft ist orientiert auf Nachhaltigkeit, damit auch künftige Generationen ausreichende Wasserressourcen nutzen können. Das ist lebensnotwendig!

Private Investoren wollen und müssen schnell Gewinne realisieren, das ist mit nachhaltigem Handeln schwer vereinbar. Durch kurzfristiges, auf Profit angelegtes Handeln, werden meist notwendige Investitionen unterlassen und auf zukünftige Generationen verlagert. Sie werden oft nur dann getätigt, wenn es „brennt“, also zum Betrieb unumgänglich sind. Langfristiges Handeln darf nicht durch Feuerwehrstrategien ersetzt werden! (Foto: Kurt Michel/ pixelio)
 

Stellungnahmen und Positionen

Beiträge aus der Presse

Weiterführende Links und Informationen
 

Stellungnahmen und Positionen

 

Die Zukunft unseres Wassers in öffentlicher Hand - Globale Erfahrungen mit Rekommunalisierung

Bucherfolg aus 2015 „Our public water future“ nun auch in Deutsch verfügbar. 

Nach drei Jahrzehnten enorm negativer Auswirkungen schließen viele Städte, Regionen und Staaten das Kapitel der Privatisierung von Wasser. Eine leise Revolution entfaltet sich, indem die Bürger und Bürgerinnen auf der ganzen Welt die Kontrolle über die Wasserdienstleistungen einfordern und die wichtigste Ressource für das Überleben der Menschheit in einer demokratischen, gleichberechtigten und ökologischen Art und Weise nutzen wollen.

In den Jahren 2000 bis 2015 wurden 235 Fälle von Rekommunalisierung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in 37 Staaten festgestellt. Mehr als 100 Millionen Menschen sind inzwischen von diesem globalen Trend erfasst, und diese Strömung wird in faszinierender Weise immer stärker.
 
Von Jakarta bis Paris, von Deutschland bis zu den Vereinigten Staaten beschreibt das Buch die Erfahrungen einer pulsierenden Bewegung, die das Wasser für sich reklamiert. Die Autoren zeigen auf wie Rekommunalisierung neue Möglichkeiten zur Entwicklung sozial wünschenswerter, umweltfreundlicher und  nachhaltiger hochwertiger Wasserdienstleistungen zum Vorteil der lebenden und der künftigen Generationen erschließt.
 
Dieses Buch will Bürger und Bürgerinnen, Beschäftigte und Politikgestalter und Politikgestalterinnen in die Erfahrungen, Lehren und die gute Praxis für die Rückkehr von Wasser in die öffentlichen Hände einbeziehen. Es ist somit eine wichtige Grundlage für Allianzen, die den Schwung der Veränderungen zu einer demokratischen und nachhaltigen öffentlichen Wasserwirtschaft in eine nicht mehr aufhaltbare Welle verwandeln wollen.

Autoren: Satoko Kishimoto, Olivier Petitjean, Emanuele Lobina
Übersetzung: Christa Hecht
ISBN/ISSN 978-3-00-057262-3

Weitere und aktuelle Informationen (extern)

PDF-Download des Buches "Die Zukunft unseres Wassers in öffentlicher Hand - Globale Erfahrungen mit Rekommunalisierung"

England: Labour Party zur Verstaatlichung von Wasserwerken

Oktober 2018. Die britische Labour Party hat auf ihrem Parteitag Ende September ihre Forderung über die Verstaatlichung der Wasserwirtschaft weiter präzisiert.

Externer PDF-Download: Clear Water, Labour’s Vision for a Modern and Transparent Publicly-Owned Water System, London 2018

Neue Studie: Privatisierung der Wasserver-sorgung in EU-Ländern gescheitert

Eine von der Arbeiterkammer Wien in Auftrag gegebene Studie, die am 12.10.2018 in Wien vorgestellt wurde, bestätigt erneut, dass Privatisierung von Wasserversorgern in der EU „wenig erfolgreich" war. Die Vergleichsstudie der Technischen Universität Wien zeigt dies für Deutschland, Frankreich, England, Ungarn, Portugal und Österreich auf.

Die Studie zeigt auf, wie problematisch die Privatisierung der Wasserversorgung ist. Deshalb seien schließlich die Privatisierungen in vielen Gemeinden in Frankreich und in Deutschland wieder zurückgenommen worden. Ungarn habe die Privatisierung sogar zu 100 Prozent rückgängig gemacht.
Die Wasserpolitik der Europäischen Kommission und der Regelungen über Konzessionen in Laufe der letzten Jahrzehnte werden in dieser Studie hervorragend herausgearbeitet. Für alle, die sich mit der Konzessions-Richtlinie und dem anstehenden Review beschäftigen, ein „Muss“ zum Lesen!

AK Wien, Meldung vom 12.10.2018, Privatisierung der Wasserversorgung in EU-Ländern gescheitert

Externer PDF-Download: Langfassung der Studie

Externer PDF-Download: Kurzfassung der Studie

England: Mobilisierung für Wasser in öffentlicher Hand nimmt Fahrt auf

Oktober 2018. In England schreitet die Mobilisierung um Wasser in öffentliche Hand zu bringen weiter voran. Mit einer Kampagne der „We Own It" sammeln die Initiatoren aus der Bevölkerung Vorschläge darüber, wie ein öffentliches Wasserunternehmen aktiv sein sollte.

we own it, Webseite: People's Plan for Water: give your ideas

UBA-Zwischenbericht: Ökonomisierung der Umwelt und ihres Schutzes

September 2018. Das Umweltbundesamt hat im September den Zwischenbericht „Ökonomisierung der Umwelt und ihres Schutzes: Unterschiedliche Praktiken, ihre theoretische Bewertung und empirische Wirkungen" veröffentlicht.

Hinsichtlich der Privatisierung bisher staatlicher Aufgaben werden als zentrale Kritikpunkte „der Verlust staatlicher Gestaltungsspielräume und Steuerungs-schwierigkeiten durch das sich entwickelnde Eigenleben ausgegliederter Einheiten, denen kein Zuwachs an Qualität in der Aufgabenerfüllung oder an Kundenzufriedenheit gegenüber stünden (Bogumil et al. 2007; S. 75–76)" genannt. Aus der Schwächung der Einflussmöglichkeiten von Kommunalvertreter/-innen ebenso wie von Bürger/-innen würden sich daraus Legitimationsprobleme ergeben.

Der gesamte Bericht kann unter folgendem Link des UBA abgerufen werden:

Franziska Wolff, Martin Gsell, Ökonomisierung der Umwelt und ihres Schutzes: Unterschiedliche Praktiken, ihre theoretische Bewertung und empirische Wirkungen, September 2018

Europäischer Ausschuss der Regionen gegen Liberalisierung und Wettbewerb im Wassernetz

Mai 2018. Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) hat sich in einer Pressemeldung zum Vorschlag der EU-Kommission für die Neufassung der Trinkwasserrichtlinie geäußert. In der Mitteilung heißt es deutlich, dass die Mitglieder des Ausschusses sich einig darin sind, dass die EU jeglicher Liberalisierung der Verteilung von Wasser und jedwedem Wettbewerb im Wassernetz einen Riegel vorschieben sollte, da sauberes und gesundes Trinkwasser als grundlegende öffentliche Dienstleistung anzusehen ist.

Europäischer Ausschuss der RegionenLocal leaders reject liberalisation and competition in water networks, 17. Mai 2018

Europäischer  Rechnungshof untersucht Öffentlich-private Partnerships in der EU

Am 20. März hat der Europäische Rechnungshof seinen Sonderbericht über Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) veröffentlicht. Die geprüften ÖPP zeigten weitverbreitete Defizite und begrenzte Vorteile auf. Außerdem sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis und die Transparenz beeinträchtigt, insbesondere durch das Fehlen klarer politischer Konzepte und Strategien, durch unzureichende Analysen, Verbuchungen von ÖPP außerhalb der Bilanz und eine unausgewogene Risikoverteilung.

Europäischer Rechnungshof, Pressemitteilung v. 20.03.2018, Öffentlich-private Partnerschaften in der EU werden von weitverbreiteten Defiziten beeinträchtigt und bieten nur begrenzte Vorteile

Privatisierungsdiskussion im Kanton Zürich

März 2018. Die schweizer „Blue Community" hat am 8. März auf die Privatisierungsabsichten des Kantonsrats des Kantons Zürich aufmerksam gemacht. Demnach soll es nach dem neuen Wassergesetz des Kantons erlaubt werden, private Investoren an der Trinkwasserversorgung zu beteiligen. Von vielen BeobachternInnen werde dies als ein erster Schritt zu einer Liberalisierung des Wassermarktes in Zürich gesehen. Ein solcher Schritt sei jedoch unnötig, weil das Schweizer Trinkwasser qualitativ hochwertig und günstig sei. Die öffentliche Wasserverwaltung in der Schweiz gelte weltweit als vorbildhaft.

Nach der Meldung regt sich Widerstand gegen die Pläne des Kantonrats. Weite Teile der Gesellschaft würden bei der Trinkwasser-Privatisierung eine rote Linie überschritten sehen. Die SP Kanton Zürich und die Grünen haben ein Referendum angekündigt und einen Aufruf gestartet, für den Unterschriften gesammelt werden.
 

Schweizer Blue Community, Meldung vom 06.03.2018, Zeichen gegen die Teilprivatisierung des Trinkwassers in Zürich

Kantonsrat Zürich, Antrag der Redaktionskommission vom 8. März 2018 - Wassergesetz

Work - die Zeitung der Gewerkschaft | "Achtung, Wasser-Diebe! - Die rechte Mehrheit im Kanton Zürich will das Wasser privatisieren", 13.04.2018


Kanton Zürich: Referendum gegen Privatisierung im Wassergesetz beschlossen

Anfang Juli hat der Kantonsrat Zürich das neue Zürcher Wassergesetz verabschiedet. Laut Medienberichten reichten die Fraktionen Grüne, SP, AL, EVP und GLP im Anschluss an die Verabschiedung des Gesetzes das sogenannte „Behördenreferendum" ein. Die SP werde parallel dazu auch versuchen, die nötigen Unterschriften für ein „Volksreferendum“ zusammenzubringen.

SRF, Meldung v. 09.07.2018, Neues Wassergesetz noch nicht in trockenen Tüchern

PDF-Download: Protokoll des Zürcher Kantonsrates vom 09.07.2018 [relevant PDF-S. 4-38]

Kantonsrat Zürich, Verfahrensgang: Wassergesetz (WsG) - 5164/2015
 

Februar 2018

Kommentar zur Studie über Wasserdienstleistungen in ausgewählten Mitgliedsstaaten erschienen (im Vorfeld des Review der Ausnahme Wasser aus der EU-Konzessionsrichtlinie)

Eine neue Studie im Auftrag des Europäischen Gewerkschaftsbundes für öffentliche Dienstleistungen (EGÖD) arbeitet heraus, was die Europäische Kommission tun kann, um den Rahmen zu schaffen, in dem das Menschenrecht auf Wasser verwirklicht werden kann. Die nun vom EGÖD veröffentlichte Studie wurde als Reaktion auf eine Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2014 in Auftrag gegeben. Mit dieser Studie hatte die EU-Kommission begonnen, den Ausschluss von Wasserdienstleistungen aus der Konzessionsrichtlinie (Artikel 12 der Richtlinie 2014/23/EG) zu evaluieren. Der Ausschluss von Wasserdienstleistungen aus dieser Richtlinie war das Ergebnis der ersten erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative Right2Water.

Die von der Kommission zur Evaluierung an die Beratungsfirma Ramboll in Auftrag gegebene „Studie über Wasserdienstleistungen in ausgewählten Mitgliedstaaten" sollte vermutlich den Nachweis erbringen, dass der Ausschluss von Konzessionen für Wasser aus der Richtlinie negative wirtschaftliche Auswirkungen auf den Binnenmarkt hat. Erstaunlich war, es wurden keine Korrelationen der Wasserausnahme zum Binnenmarkt festgestellt und private Anbieter schneiden nach der Studie nicht besser ab als öffentliche Versorger. Und sie ergab keinen Beweis dafür, dass Marktprozesse zu einem zusätzlichen Nutzen für die Verbraucher führen könnten.

Der EGÖD hat trotzdem zur Vorbereitung auf die zu erwartende Debatte im Reviewverfahren der Konzessions-RL, die weltweit anerkannten Experten von PSIRU beauftragt, einen Blick auf die Ramboll-Studie zu werfen. PSIRU identifizierte eine begrenzte Sicht auf den Wassersektor in der Ramboll-Studie und schließt mit dem Hinweis, dass es an der Zeit ist, dass die Europäische Kommission ihre Besessenheit von Wasserliberalisierung, Privatisierung und technokratischer Regulierung aufgibt. Stattdessen sollte sie ein institutionelles Umfeld schaffen, in dem das Menschenrecht auf Wasser gedeihen kann.
 

Externer PDF-Download: Commentary on the European Commission’s “Study on Water Services in Selected Member States” von Dr. Emanuele Lobina

Studie von Ramboll

„Cities for Public Water” in Madrid

Anfang November 2016 wurde in Madrid das erste „Cities for Public Water Meeting“ veranstaltet. Rund 300 TeilnehmerInnen aus Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fanden sich für einen Erfahrungsaustausch zusammen. Behandelt wurden die Themen wie Analysen und Herausforderungen für Rekommunalisierungen, Initiativen, Erarbeitung neuer Modelle für demokratisches und beteiligungsorientiertes Management sowie die Umsetzung des Menschenrechtes auf Wasser.
Wichtigstes Ergebnis der Tagung ist die Gründung eines „Network of Cities for Public Water“ als Instrument zur Zusammenarbeit aller Akteure, die das öffentliche und demokratische Management von Wasserver- und -entsorgungsdienstleistungen gewährleisten wollen, sowie eine Deklaration aller teilnehmenden Bürgermeister (insgesamt 10, darunter jene der drei größten Städte Spaniens Madrid, Barcelona und Valencia).
Die Bürgermeister verpflichteten sich in der Deklaration zu öffentlichem, transparenten, beteiligungsorientierten und nachhaltigem Management eines ganzheitlichen Wasserkreislaufes.

DECLARATION FOR THE PUBLIC MANAGEMENT OF WATER, abrufbar in: Red Agua Pública, Meldung vom 04.11.2016, November 3 and 4 marked an important step toward the consolidation of the movement for public water,

Extern

Übersetzung PDF-Download

Plant die EU-Kommission einen neuen Privatisierungsdruck?

13.11.2017. Das Corporate Europe Observatory (CEO) befürchtet einen neuen Privatisierungsdruck durch die EU-Kommission. CEO berichtete am 13.11.2017 über eine von der EU-Kommission vergebene Studie, die die staatlichen Unternehmen und ihre operativen und finanziellen Herausforderungen im Blick hat. CEO sieht die Studie in Zusammenhang mit dem „Europäischen Semester-Prozess“, bei dem die Kommission die Überwachung des Haushalts und der Wirtschaft jedes der 28 EU-Mitgliedstaaten übernimmt. Sie spreche jedem Mitgliedstaat wirtschaftliche und politische „Empfehlungen" aus, die anschließend vom Rat bestätigt und dann an das betreffende Land weitergeleitet werden können. Wenn die Empfehlungen ignoriert werden, drohten laut CEO dem Mitgliedstaat Sanktionen. Über diesen Hebel befürchtet CEO einen möglichen Privatisierungsdruck durch die EU-Kommission.
 

Weitere Informationen: CEO, Mitteilung v. 13.11.2017, Is the European Commission preparing a new privatisation push? [Extern]

AöW-Pressemitteilung: Privatisierung lässt Athener dursten

11.08.2015. Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW) kritisiert die Pläne der griechischen Regierung zum Verkauf der Athener Wasserbetriebe. Das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung sei in Gefahr. Die EU-Institutionen müssen den Verkauf stoppen, so AöW-Geschäftsführerin Christa Hecht.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung.

Weitere Einzelheiten zum Thema

189.200 Unterschriften gegen die Wasserprivatisierung in Griechenland übergeben


Juli 2017. Am 19.07.2017 wurden 189.200 Unterschriften an Thomas Wieser, den Chefkoordinator der Eurogruppe, übergeben, dies berichtet die „AG Privatisierung des Netzwerks Griechenlandsolidarität“.

„Wir hoffen, dass die 189.000 Menschen, die uns mit der Unterschrift unterstützen, den Verantwortlichen wie Thomas Wieser, der im Hintergrund arbeitet, und Dijsselbloem, Schäuble und Juncker auf der politischen Bühne, einen Anstoß zum Nachdenken geben. Unabhängig davon, wie man zur Privatisierung von öffentlichem Eigentum allgemein steht, die Privatisierung des Wassers ist menschenverachtend und ökonomisch einfach nur Unfug!“, erklärte das Netzwerk in seiner Meldung.
 

griechenlandsolidarität, Meldung v. 19.07.2017, 189.200 Unterschriften übergeben gegen die Privatisierung des Wassers


Spotlight Report 2017: Privatisierung und Macht von Unternehmen beeinträchtigen die Umsetzung der Agenda 2030

Juli 2017. Öffentlich-Private Partnerschaften (PPP) und ihre negativen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit sind Gegenstand des „Spotlight Report 2017" eines internationalen Bündnisses aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).

Der Bericht ˝Spotlight on Sustainable Development 2017 – Reclaiming policies for the public. Privatization, partnerships, corporate capture and their impact on sustainability and inequality – assessments and alternatives” der Reflection Group on the 2030 Agenda for Sustainable Development ist verfügbar unter Externer Link


Juni 2017

Studie: Gemeinwohl als Zukunftsaufgabe


In der Studie „Gemeinwohl als Zukunftsaufgabe – Öffentliche Infrastrukturen zwischen Daseinsvorsorge und Finanzmärkten“ der Heinrich-Böll-Stiftung und GiB (Gemeingut in BürgerInnenhand) werden die aktuellen Entwicklungen öffentlich-privater Partnerschaften beleuchtet und in einen Zusammenhang mit den Diskussionen um die G20-Infrastrukturpolitik gebracht. Es werden Ansätze vorgestellt, die die Frage beantworten sollen: Wie kann so investiert werden, dass Gemeinwohlinteressen gewahrt bleiben?

Quellen und weitere Informationen [Extern]:
Gemeinwohl als Zukunftsaufgabe - Öffentliche Infrastrukturen zwischen Daseinsvorsorge und Finanzmärkten PDF-Download

"Krankenhäuser kommerzielle Wirtschaftsbetriebe oder Teil der Daseinsvorsorge des Staates?"

"Was hat eine Studie zu Krankenhäusern hier zu suchen?", werden Sie sich fragen. Wir meinen, dass in der Studie hervorragend herausgearbeitet wurde, was Daseinsvorsorge ist, wie die rechtliche Situation dafür in Deutschland und den Europäischen Verträgen ist und wo politische Handlungsfelder sind. Die Argumente lassen sich sehr gut auch auf die Wasserwirtschaft anwenden.

Vortrag von Professor Dr. Dr. hc. Siegfried Broß anlässlich der vom Interessenverband kommunaler Kliniken e.V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Wassertisch/Muskauer Straße am 23. Januar 2014 in der Urania e.V. organisierten gleichnamigen Veranstaltung Externer PDF-Download

Bürger wollen keine Privatisierungen

Im Mai 2009 referierte Prof. Manfred Güllner, Chef von forsa bei der AöW vor Vertretern aus dem ganzen Bundesgebiet über die letzten Umfragen des Meinungsforschungs-Instituts. Nach den Ergebnissen der Umfrage verfestigte sich die Ablehnung von Privatisierungen von 2007 zu 2008.

Powerpoint-Präsentation von Prof. Güllner PDF-Download



Weiterführende Links und Informationen

WeAct-Petition: Wasser ist Menschenrecht - Stoppt die Wasserprivatisierung in Griechenland Externer Link

Initiativen gegen Wasserprivatisierung:

Wasser in Bürgerhand

Unser Wasser e. V.

Netzwerk "Unser Wasser" 

Berliner Wassertisch

Berliner Wassertisch Info

Unser Wasser Hamburg

Wasserallianz München

Unser Wasser Kassel

Wasserallianz Augsburg

Interessengemeinschaft kommunale Trinkwasserversorgung in Bayern

Bündnis Kielwasser

Wasserkarawane

Attac Deutschland

Ecomujer e.V.

Hundertwasser - Stuttgarter Wasserforum


Zwei Filme, die um die Welt gingen: „Wasser unterm Hammer“ und Water makes Money. Mehr dazu unter:   

www.wasseruntermhammer.de

www.watermakesmoney.com

 

Meldungen aus Fernsehen, Radio und Zeitungen

 

Wir empfehlen Ihnen außerdem folgende TV- und Radio-Beiträge:

ndr | Plietsch. Die größten Irrtümer über unser Wasser, Juni 2015

Video-Aufzeichnung der Konferenz mit dem Titel „Water is a public good“ , die die Fraktion der GRÜNEN/EFA im Europäischen Parlament am 27.06. in Brüssel    veranstaltete

SWR2 | Wolfgang in der Wasserschlacht, Wie ein Bürger und Stadtwerker gegen eine umstrittene EU-Richtlinie kämpft – 11.07.2013

SWR2, Tandem | Unser Trinkwasser – Nahrungsmittel oder Ware? Wie frei soll der Zugang zum Trinkwasser sein? | Studiogast: Wolfgang Deinlein – 11.07.2013

Deutschlandradio, Radiofeuilleton | Im Gespräch vom 23.03.2013: Wasser – Lebensmittel und Spekulationsobjekt, Gäste: Dr. Klaus Lanz (Gründer des unabhängigen Beratungsinstituts international water affairs) und Mathias  Ladstätter (Dienstleistungsgewerkschaft ver.di), Sendung abrufbar unter rechter Spalte „AUDIO ON DEMAND“

3sat, nano | Kritik an Privatisierung – 21.03.2013

Fotoquelle Banner: Albrecht E. Arnold /pixelio.de







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