Am 28. Juli 2010 hat die UN-Vollversammlung als höchstes Gremium der Vereinten Nationen in einer Resolution das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung explizit anerkannt. Die Resolution unterstreicht, dass dieses Recht essenziell für das menschliche Überleben und die Verwirklichung anderer Menschenrechte ist. Sie stellt dabei beide Elemente Wasser und Sanitärversorgung auf eine Stufe.
Resolution der Generalversammlung der UN: „Das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung“ (PDF)
Im Herbst 2012 startete „Right2water Wasser und Sanitärversorgung sind ein Menschenrecht“, die erste erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative. Den Anstoß gaben zwei Entwicklungen: Erstens die Enthaltung mehrerer EU-Mitgliedstaaten, als das Menschenrecht auf Wasser in der UN-Vollversammlung anerkannt wurde. Zweitens die wiederholten Liberalisierungsversuche der EU-Kommission in Bezug auf den Wassersektor, zu diesem Zeitpunkt im Rahmen der Konzessionsrichtlinie.
Es ist der hohen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Initiative zu verdanken, dass in den Verhandlungen auf EU-Ebene zur Konzessions-Richtlinie der Wassersektor aus dem Geltungsbereich der Richtlinie ausgenommen wurde.
AKTUELLE BEITRÄGE ZUM THEMABündnis im Forum Umwelt und Entwicklung – AG Wasser zum Weltwassertag am 22.03.2026: Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung geschlechtergerecht umsetzen
Zum diesjährigen Weltwassertag unter dem Motto „Water and Gender“ hat sich die AöW an einer gemeinsamen Pressemitteilung des Forums Umwelt und Entwicklung/ AG Wasser beteiligt. Gemeinsam mit unter anderem Partnern aus der Entwicklungszusammenarbeit wird darin die Bedeutung des Menschenrechts auf Wasser hervorgehoben und die internationale Dimension des Themas „Water and Gender“ betont. Ziel ist es, auf die globalen Herausforderungen im Bereich Wasser und Geschlechtergerechtigkeit aufmerksam zu machen. (Fotoquelle: AdobeStock_Anat art)
Weltwassertag: Wasser für den Frieden
Sonnenseite.com vom 22.03.2024
Bündnis ruft zum Schutz des Menschenrechts auf Wasser auf.
Anlässlich des Weltwassertags am 22. März ruft ein Bündnis von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sowie Vertreter*innen der öffentlichen Wasserwirtschaft die Bundesregierung auf, das Menschenrecht auf Wasser als wichtige Grundlage für Frieden besser zu schützen. Die immer knapper werdende Ressource verstärkt Konflikte, Flucht und Vertreibung. Um das Konfliktpotential zu bekämpfen, muss ein sicherer und gerechter Zugang zu Wasser stärker in die Außen- und Entwicklungspolitik einbezogen werden.
Wasser für den Frieden
Misereor vom 20.03.2024
Misereor berichtet über die gemeinsame Pressemitteilung zum Weltwassertag 2024, die die AöW gemeinsam mit anderen Verbänden herausgegeben hat und darin die Bundesregierung aufruft, das Menschenrecht auf Wasser als wichtige Grundlage…