Rekommunalisierung

Rekommunalisierungen in der Aufgabenerfüllung zur Daseinsvorsorge und insbesondere bei der Wasserwirtschaft liegen im Trend. In den Jahren 2000 bis 2015 wurden 235 Fälle von Rekommunalisierung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in 37 Staaten festgestellt. Nach drei Jahrzehnten enorm negativer Auswirkungen, wie Preissteigerungen, Standardabsenkung und Investitionsvermeidung, die den kurzfristigen Gewinninteressen privater Unternehmern geschuldet waren, schließen viele Städte, Regionen und Staaten das Kapitel der Privatisierung von Wasser. Bürger und Bürgerinnen auf der ganzen Welt fordern die Kontrolle über die Wasserdienstleistungen ein.

Unterdessen ist von vielen Akteuren in der Branche erkannt worden, dass die Vorzüge und Überlegenheit einer öffentlich verantworteten Aufgabenerfüllung auf der Hand liegen. „Sicher, gut und günstig durch die öffentliche Hand“ ist das Leitmotiv von den Zweckverbänden, Eigenbetrieben und Eigengesellschaften. Davon profitieren die Verbraucher, die regionale Wirtschaft und nicht zuletzt die Umwelt.

International: Darstellung von Rekommunalisierung betroffener Städte auf Weltkarte auf der Homepage des Transnational Institute

AKTUELLE BEITRÄGE ZUM THEMA

Studie der Hans Böckler Stiftung: Bürgerschaftliche Mitsprache und Arbeitnehmerinteressen – Eine Untersuchung öffentlicher Wasser- und Stromunternehmen in Deutschland und Frankreich

Bürgerbeteiligung ist in aller Munde. Das gilt vor allem in den Fällen, in denen vormals privatisierte Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung wieder in die öffentliche Hand überführt wurden. Wie aber…