Interkommunale Zusammenarbeit

Die öffentliche Wasserwirtschaft in Deutschland hat ein hohes Niveau bei günstigen Preisen für die Verbraucher. Die Strukturen sind regional unterschiedlich, angepasst an natürliche und demografische Bedingungen.

Durch interkommunale und regionale Kooperation mit anderen Partnern sowie den Zusammenschluss in öffentlich-rechtlichen Verbänden kann die Leistungsfähigkeit und die Effizienz der Ver- bzw. Entsorgung durch Arbeits- und Kostenteilung gesteigert werden. Dies erlangt besondere Bedeutung vor dem Hintergrund steigender Anforderungen: die demografische Entwicklung, der fortschreitende Klimawandel, technische Weiterentwicklungen und Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen erfordern kontinuierliche Anpassungen. Um all dem gerecht zu werden gewinnt öffentlich-rechtliche Zusammenarbeit weiter an Bedeutung. So kann z.B. Spezialwissen geteilt, gemeinsame Vergabe oder eine gemeinsame Rufbereitschaft organisiert werden.

Von einer Interkommunalen Zusammenarbeit oder anderen Formen öffentliche-öffentlicher Partnerschaften profitieren auch die Verbraucher durch niedrigere Gebühren und eine höhere Qualität der Leistungen. Es steht eine Vielzahl an öffentlich-rechtlichen Rechtsformen zur Verfügung, die sachgerechte, auf die jeweiligen individuellen Anforderungen zugeschnittene Organisationsformen ermöglichen.

Die Zusammenarbeit und Kooperation der öffentlich-rechtlichen Aufgabenträger ist eine adäquate Antwort gegenüber denjenigen, die für die steigenden Herausforderungen nur Liberalisierung, Wettbewerb, Kommerzialisierung und letzten Endes Privatisierung als Lösung parat haben. 

AKTUELLE BEITRÄGE ZUM THEMA

AöW-Forderungen zu den Koalitionsverhandlungen 2021

Prof. Lothar Scheuer, AöW-Präsident: „Die Aufgaben der öffentlichen Wasserwirtschaft sind Lebensgrundlage für die heutige und zukünftige Gesellschaft und die Umwelt. Dies muss sich – auch vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch den Klimawandel – in der zukünftigen Wasserpolitik der Bundesregierung deutlich wiederfinden und unterstützt werden.“

„Der klimaresiliente Umbau der Strukturen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die vernetztes Denken und nachhaltige Konzepte braucht. Wir bringen die Erfahrung der Wasserwirtschaft aktiv mit ein.“

Zentrale Aspekte aus Sicht Schröders sind: Vorrang für die öffentliche Wasserversorgung konsequent durchsetzen – Gemeinwohlorientierung als Chance stärken – Förderprogramme für resiliente Infrastrukturentwicklung schaffen.
Dazu AöW-Vizepräsident Olaf Schröder im Interview:

AöW-Pressemitteilung: Zur heutigen CSU-Klausurtagung in Seeon und „staatliche Trinkwasser-Garantie“

Auf der für heute vorgesehenen CSU-Klausurtagung in Seeon sollte über eine „staatliche Trinkwasser-Garantie“ beschlossen werden. Claudia Ehrensberger, AöW-Vizepräsidenten und AöW-Landesbeauftragte erklärt hierzu: